Vermeide eine Google Fonts Abmahnung – Unser Service hilft dabei

 IT-Fachanwälte warnen, dass in den letzten Wochen zigtausende Abmahnungen wegen der Nutzung von Google Fonts verschickt wurden. 

Schütze deine personenbezogenen Daten und vermeide eine Google Fonts Abmahnung

Seit einigen Wochen bringen diverse Kanzleien Unternehmen zur Verzweiflung. Unternehmen mit modernen Websites setzen in der Regel auf bewährte Technologien, um sowohl die Ladezeiten zu optimieren als auch die Entwicklungszeit zu minimieren.

In diesem aktuellen Fall dreht es sich konkret um die Verwendung von Google-Fonts, die sich in den letzten Jahren als Standard etabliert haben. Technisch ist dies clever, da die Schriften oft im Cache gespeichert werden, was einen schnelleren Zugriff ermöglicht und die Ladezeiten reduziert. Zudem übernimmt Google die Auslieferung der Schriftarten über die eigene Infrastruktur, die besonders darauf ausgerichtet ist, Dienste schnellstmöglich bereitzustellen.

Die Problematik entsteht jedoch im Kontext der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die die Übermittlung von personenbezogenen Daten nur mit ausdrücklicher Genehmigung für zulässig erklärt.

Auch die IP-Adresse des Website-Besuchers, die vom Internetdienstanbieter dynamisch alle 24 Stunden zugewiesen wird, gilt dabei als personenbezogene Daten. Technisch wird die IP-Adresse an Google übermittelt, da Google die Schriftart anfordert und die Antwort sowie die Auslieferung der Schriftart an diese IP-Adresse vornimmt.

Aktuelles Statement von Google zu Google Fonts

Wer mahnt wegen Google Fonts?

Einige Privatpersonen und Abmahnkanzleien haben in den letzten Wochen Abmahnungsschreiben an Webseiten-Betreiber verschickt. In diesen Schreiben wird ein Geldbetrag, wegen angeblicher Verletzung des Persönlichkeitsrechts (DSGVO), aufgrund des Einsatzes von Google Fonts auf den Webseiten gefordert.

 

google font entfernen 2 | Abmahnung Google Fonts

Warum werden Google Fonts Abmahnungen ausgesprochen?

Wer Google Fonts auf seiner eigenen Webseite integriert, ermöglicht es Google, Informationen wie die IP-Adresse von den Besuchern der Webseite zu erhalten. Die Datenschutzrichtlinie der EU, die DSGVO, schreibt vor, dass grundsätzlich kein unregulierter Transfer von Daten in die USA erfolgen sollte, da außerhalb der EU die Daten möglicherweise nicht in dem Maße geschützt werden, wie es in der EU der Fall ist.

Die Problematik wird besonders brisant, weil man die eigenen Webseiten-Besucher nicht im Voraus um Erlaubnis gebeten hat.

In diesem Zusammenhang erging Anfang des Jahres 2022 ein Urteil des Landgerichts München (LG München I, Endurteil v. 20.01.2022 – 3 O 17493/20), in dem das Gericht entschied, dass die Übermittlung der IP-Adresse an den Google-Server ohne Zustimmung des Website-Besuchers eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts darstellt.

Was können Sie vorbeugend gegen eine Abmahnung wegen Google Fonts unternehmen?

Falls Sie Google Fonts remote (also direkt vom Google Server) auf Ihre Webseite hochladen, dann sollten diese technisch entfernt werden. Wir bieten Ihnen dafür die Möglichkeit, die Google Fonts durch unseren Service entfernen und ersetzen zu lassen. 

Abmahnung wegen Google Fonts | Abmahnung Google Fonts

Wie sollten Sie sich nach Eintreffen des Abmahnungsschreibens verhalten?

Es wird empfohlen, die mahnende Privatperson oder Kanzlei über einen Rechtsanwalt zu kontaktieren, der sowohl Erfahrungen im IT-Recht als auch im Datenschutzrecht hat, und die Abmahnung zurückzuweisen. Der Vorteil dabei liegt darin, dass, wenn sich ein Rechtsanwalt für einen Mandanten einsetzt, der Mandant nicht direkt vom gegnerischen Anwalt angeschrieben werden darf. Ein weiterer Vorteil bei einer anwaltlichen Zurückweisung besteht darin, dass die rechtlichen Argumente optimal durch den Rechtsanwalt dargestellt werden.

Was bei keiner Reaktion auf das Schreiben passiert, kann derzeit noch nicht genau gesagt werden. Hierbei fehlen derzeit noch die Erfahrungswerte und Fallbeispiele.

Nach Daniel Loschelder, Rechtsanwalt der Loschelder Leisenberg Rechtsanwälte PartG mbB, dürften die Erfolgsaussichten für die mahnende Partei im Fall einer Klage sehr gering sein.

Auch der Berliner Medienrechtsanwalt Ehssan Khazaeli vertritt die Ansicht, dass Betroffene auf die Forderungen der Abmahnung keinesfalls eingehen sollten.

 

Die hier besprochenen Abmahnungen im Zusammenhang mit Google Fonts sind aus rechtlicher Sicht angreifbar. Insbesondere spricht viel für ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen der Abmahner, da hier sachfremde Erwägungen, nämlich die Erzielung von Einnahmen im Vordergrund stehen dürfte und vor diesem Hintergrund unzulässig sind. 

Bis zur endgültigen Klärung empfehlen wir Ihnen, Google Fonts von Ihrer Website zu entfernen.

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